A propos: Windkraft

In den Hünxer Facebook-Gruppen wird derzeit eifrig über den Bau der Windkraftanlagen (WKA) diskutiert. Insgesamt sollen sieben Windräder in der Gemeinde Hünxe gebaut werden, vier davon im Bruckhausener Wald.

Das ist für viele Menschen ein wichtiges Thema und das ist gut so. Denn es geht hier um unsere Energie, um unseren Strom und um unsere Umwelt. Allerdings gibt es auch ziemlich viel Aufregung. Nicht selten entsteht die durch manche Unklarheit oder Unterstellung. Genau darauf wollen wir Jusos Bezug nehmen und versuchen, für mehr Klarheit zu sorgen.

Für die allermeisten Menschen steht bereits fest, dass Energie sauber und sicher sein sollte, dass Umweltschutz wichtig ist und dass der Strom nicht aus der Steckdose kommt.

Aber es gibt ein paar Dinge, die mal gesagt werden müssen:

  1. Schritt für Schritt geprüft

    Alle Standorte wurden gemäß der aktuellen Gesetzeslage geprüft. Die erforderlichen Gutachten zur Definition der Windvorrangflächen wurden durch das Ing.-Büro „Stadt, Land, Fluss“ erstellt. Nachdem das Gemeindegebiet auf harte Kriterien (Abstände zu Bebauung, außerhalb von Naturschutzgebieten usw.) untersucht worden war, ergaben sich 18 geeignete Flächen. Nach weiterer Auswahl und nach Rücksprache mit der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Wesel sowie der Bezirksregierung Düsseldorf, haben sich die nun ausgewiesenen Flächen als geeignet erwiesen.

     

  2. Windvorrangfläche aus gutem Grund

    Hätte die Gemeinde keine sogenannten Windvorrangflächen festgelegt, dürfte jeder privat auf seinem eigenen Grundstück Windenergieanlagen bauen, sofern die gestzlichen Kriterien erfüllt wären. Dies hätte unweigerlich zur allseits unerwünschten „Verspargelung der Landschaft“ im gesamten Gemeindegebiet geführt. Und ja, natürlich hätten die WKA auch dann auf den jetzt ausgewiesenen Flächen errichtet werden können.

     

  3. Kein Zwang zur Rendite

    Die Idee eines Bürgerwindparks ist während des Planungsprozesses mehrfach diskutiert worden. Allerdings kann man keinen Grundeigentümer oder Investor zwingen die Bürger an der Rendite zu beteiligen. Außerdem ist es in Hünxe nicht gelungen, beispielsweise eine Windenergiegenossenschaft zu gründen, die als Anteilseigner ihr Kapital in die WKA hätte einbringen können.

     

     

  4. Fußballplatz statt ganzem Wald

    Für den Bau der WKA wird kein ganzer Wald abgeholzt. Die Fläche von 9000 Quadratmetern entspricht in etwa der Fläche eines Fußballplatzes. Weitaus  mehr Fläche, 13 500 Quadratmeter, wird wieder aufgeforstet. Außerdem wird nur Nutzwald (Nadelwald) abgeholzt. Das entspricht dem Windernergieerlass NRW, der keine flächige Holzung von Laubwäldern für WKA zulässt.

     

     

  5. Bau im Bild

    Hier werden die WKA gebaut. Nördlich der Halde und entlang der Autobahn (Quelle: Rathaus Hünxe).

  6. „Die Politik“
    Auf Politik lässt sich gerne und leicht schimpfen. Die Ratsmitglieder aller Fraktionen sind aber nicht versucht gegen die Bürgerinnen und Bürger zu handeln. Es sind jene, die sich ehrenamtlich im Gemeinderat engagieren und versuchen etwas Gutes für die gesamte Gemeinde zu erreichen.

     

    Gerade in der Kommunalpolitik steht die Sache im Blick, auch wenn die Wege dahin zur Diskussion stehen. Natürlich heißt das nicht, dass alle am Ende mit einer getroffenen Entscheidung einverstanden sind. Das war auch noch nie der Fall in einer Demokratie. Deshalb ist es gut, wenn Leute sich für ihre Interessen in Parteien, Verbänden, Vereinen oder Initiativen engagieren.

     

    Letztlich steht der Bau der WKA am Ende eines langen und mehrteiligen Verfahrens. Alle Bürgerinnen und Bürger hatten dafür die Möglichkeit, sich in den öffentlichen Sitzungen der Ratsgremien zu informieren. Die Tagesordnungen sind zum jeweiligen Termin im Internet angegeben. Außerdem weisen die Zeitungen auf die Termine hin.

 

Danke, dass Ihr bis hierhin gelesen habt. Wir haben versucht, auf einen großen Teil der Diskussion einzugehen mit einem möglichst sachlichen Ton. Vielleicht wurde manches deutlicher als es in den typischen Facebook-Diskussionen, mit viel Hin und Her, werden kann. Vielleicht kriegen wir auch einen auf die Mütze. Naja, wir sind Jusos. Wir verkraften das.

Wir freuen uns auf Euer Feedback. Und wenn Ihr mehr über uns erfahren wollt, schaut Euch gerne um auf unserem Blog!

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s