Unser Europa!

Liebe Leute, der „Brexit“ Groß-Britanniens aus der Europäischen Union (EU) hat für viel Wirbel gesorgt. Zum ersten mal in der Geschichte der europäischen Integration will ein Mitglied raus. Was heißt der Brexit für unsere Generation und welches Europa wünschen wir uns? Gemeinsam mit einer „ehemaligen Jungsozialistin“, Gerda Wolterhoff, die bereits seit 65 Jahren in der SPD ist, haben wir uns getroffen und diskutiert. Was dabei herum kam, berichten wir Euch hier.

Positive Bilder statt Angstgefühle

Die britischen Kampagnen zum Ausstiegsreferendum haben mit Angstgefühlen und Unwahrheiten gearbeitet. Das „Vote-Leave“-Lager sprach sich deutlich gegen nicht-britische Arbeitnehmer*innen in ihrem Land aus oder hat die EU für alle nationalen Probleme verantwortlich gemacht. Auf Seiten des „Vote Remain“-Lagers wurden wirtschaftliche Schreckenszenarien verbreitet. Jedoch haben weder EU- noch britische Politiker*innen positive Bilder der EU gezeichnet, kritisiert Gerda.

Es ist zudem ein Irrglaube, als einzelnes Land gegen globale Wirtschaftsmächte wie China oder die USA bestehen zu können. Da mag die nationale Träumerei auch noch so schön sein, ob sie von der rechtspopulistischen „UKIP“ oder der vermeintlichen „Alternative für Deutschland“ geträumt wird. In Wahrheit aber ging es uns noch nie so gut wie heute und das, weil wir in und nicht ohne die EU leben. Für Lisa zeigt sich darin die typische Argumentation von Rechtspopulisten: Sie sind gegen etwas, können allerdings mit keinen besseren Argumenten auftrumpfen.

Für uns ist klar, der Brexit soll keine Blaupause für Nachahmer  werden. Unsere Zukunft, also die unserer Generation, liegt in Europa, auch wenn es ein „Update“ braucht. Denn an einigen Stellen harkt es ziemlich. Da sind zum Beispiel rund 5 Millionen arbeitslose Jugendliche zwischen Schweden und Italien. Da sind Nationalstaaten, die gefühlt bei allem etwas mitzureden haben, was in der EU geschehen soll. Und da sind Horrorbilder über die EU als Bürokratiemonster, die sich nur um die Form von Gurken kümmere oder Dinge verbiete. Das sind Baustellen, an denen die Politik ran muss.

Für uns heißt Europa Freiheit

Dabei sind da auch all jene Vorteile, die wir regelmäßig nutzen. Wir fahren mal eben nach Holland rüber. Wir gehen für ein Auslandssemester nach England oder Italien. Wir arbeiten in Frankreich oder Österreich. Und wenn wir es (noch) nicht gemacht haben, tun können wir es, ohne viel Papierkram oder an der Grenze zu warten. Für uns heißt Europa deshalb Freiheit. Wir  haben diese Chancen, aber wir dürfen sie nicht vor die Hunde gehen lassen. Dass, was uns so selbstverständlich vorkommt, ist nicht in Stein gemeißelt. Damit unsere Zukunft in der EU nicht verloren geht, müssen wir uns einsetzen und gegen jene aufstehen, die Europa zu einer bloßen Ansammlung von Nationalstaaten verkommen lassen wollen.

Demokratischer, transparenter und besser kommuniziert

Welches Europa wünschen wir uns? Eines, das demokratischer, transparenter und besser kommuniziert wird. Wie und was in Brüssel entschieden wird, soll durchsichtiger und besser erklärt werden, findet zum Beispiel Maren.  Aus Sicht von unserem Juso-Chef Benedikt sollte Europa weiter demokratisiert werden. Der Einfluss der nationalen Staats- und Regierungschef sollte abgebaut werden. In jedem Fall: wir alle müssen uns für Europa einsetzen, es besser machen, aber nicht aufgeben! Thorben hofft deshalb für die Zukunft auf ein starkes Europa mit einer Regierung und Menschen, die sich als Europäer sehen.

Lust mit uns über Europa zu diskutieren? Kommentiere einfach hier drunter oder nimm mit uns locker flockig Kontakt auf: unsere E-Mail lautet jusos@spd-huenxe.de.

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